Wien ist zwar eine Großstadt mit einem riesigen Angebot, aber es ist überraschend, wie viel Geschichte und Architektur sich im alten Stadtzentrum konzentriert. Mit seinen schmalen kopfsteingepflasterten Gassen ist der erste Bezirk perfekt, um ihn zu Fuß zu erkunden. Hinter jeder Ecke gibt es etwas Sehenswertes. Wir haben eine kurze selbstgeführte Tour für Sie zusammengestellt.
Schritt 1
Beginnen Sie Ihre Tour in königlicher Atmosphäre und spazieren Sie an der ehemaligen Kaiserresidenz der Habsburger, der Hofburg, vorbei, die heute als Amtssitz des österreichischen Bundespräsidenten dient. An sonnigen Tagen können Sie die großzügige Grünfläche vor der Hofburg, den Heldenplatz, und die Umgebung genießen. Von hier aus können Sie das Parlamentsgebäude, die spitzen Türme des Rathauses und die gepflegten Blumenalleen des Volksgartens sehen, der für seine Vielfalt an seltenen Rosen berühmt ist.

Schritt 2
Gehen Sie weiter durch die Hofburg, lassen Sie den Palast zu Ihrer Rechten hinter sich, bis Sie am anderen Ende eines charmanten kuppelüberdachten Tunnels auf den belebten Michaelerplatz gelangen. Sie sind gerade durch einen prachtvoll gewölbten Durchgang spaziert, in dem sich die Sisi-Appartements befinden (die Sie bei Interesse auch besichtigen können). Sobald Sie den Tunnel am Michaelerplatz verlassen, drehen Sie sich um, um die mit mythologischen Statuen verzierte Fassade zu bewundern. Machen Sie ein Selfie mit einem Pferd, denn der Michaelerplatz ist einer der Hauptstandplätze für die berühmten Fiaker – jene Pferdekutschen, die so typisch für diese Stadt sind. Wenn Sie den Platz überblicken, wird Ihnen ein Gebäude besonders auffallen: das Looshaus (Michaelerplatz 3), ein herausragendes Beispiel der Sezessionsarchitektur, entworfen von einem der beliebtesten Architekten Wiens, Adolf Loos. Da Loos seiner Zeit voraus war, löste dieses Gebäude während seiner Errichtung ziemliche Kontroversen aus.
Schritt 3
Gehen Sie weiter, das Looshaus zu Ihrer Linken, und schlendern Sie auf die wunderschöne Fußgängerzone Kohlmarkt mit ihren zahlreichen Boutiquen. Hier zeigt Wien sein elegantes Gesicht, mit all den Designerläden, die man sich nur wünschen kann. Und was ist das? Zeit für Kuchen?! Schauen Sie im eleganten Kaffeehaus und der Konditorei Demel vorbei, die es bereits seit 1888 gibt. Hier werden nicht nur spektakuläre Torten und Strudel serviert, sondern es gibt auch eine Schauküche, in der Sie den besten Konditormeistern des Landes bei der Arbeit zusehen können!
Schritt 4
Der Spaziergang am Kohlmarkt führt Sie unweigerlich auf den großen, majestätischen Fußgängerboulevard namens Graben, auf dem sich (selbst im Winter) zahlreiche Cafés und weitere Luxusgeschäfte sowie beeindruckende Gebäudefassaden aneinanderreihen. Inmitten all dessen stoßen Sie auf die berühmte „Pestsäule“ (oder Dreifaltigkeitssäule), ein barockes skulpturales Meisterwerk, das nach der großen Pestepidemie von 1679 errichtet wurde. Sie werden sie sofort erkennen – sie ist extrem golden!

Schritt 5
Gleich nachdem Sie die Säule passiert haben, werden Sie das berühmteste Wahrzeichen der Stadt bemerken: den Stephansdom. Dies ist historisch gesehen Wiens wichtigste Kirche, die viele bedeutende Ereignisse der Habsburg-Dynastie miterlebt hat. Mit seinem farbenfrohen Dachmosaik sticht er besonders hervor und ist ein unverwechselbares Symbol der Stadt. Nehmen Sie sich vor den überall hervorstechenden Selfie-Sticks in Acht, denn hier herrscht zu jeder Tageszeit ein wahres Touristen-Gedränge.

Schritt 6
Wenn all das Gehen Sie hungrig gemacht hat, suchen Sie nicht weiter: Wiens größtes, knusprigstes und zufriedenstellendstes Schnitzel – größer als der Teller – gibt es direkt hinter dem Stephansdom. Suchen Sie nach dem schmalen, gewölbten Durchgang hinter der Kirche und gehen Sie hindurch, bis Sie über einem weiteren Torbogen das Schild „Figlmüller“ sehen. Meistens gibt es eine Schlange vor diesem Paradies für Schnitzelliebhaber, aber sie geht schnell voran und das Warten lohnt sich. Obwohl es eine der Hauptattraktionen der Stadt ist, geben viele Einheimische zu, dass dieses Traditionshaus eine der besten Adressen für ein berühmtes, goldenes Schnitzel in Wien ist. Bestellen Sie es ganz klassisch mit Erdäpfelsalat und einem lokalen Weißwein oder G’spritzten.
Schritt 7
Nach dieser üppigen Mahlzeit, die Sie gerade verschlungen haben, wird Ihnen nach einem Spaziergang zumute sein. Wir empfehlen Ihnen daher, ziellos durch die Gegend zu schlendern, um verborgene Innenhöfe oder weitere schmale Gassen in diesem wunderschönen Viertel Wiens zu entdecken. Halten Sie Ausschau nach der schmalen Blutgasse – eine malerische Straße, die als eine der ältesten Wiens gilt. Die Häuser und Höfe hier stammen noch aus dem Mittelalter.

Schritt 8
Wann immer Sie bereit sind, auf die großen, prestigeträchtigen Boulevards des Bezirks zurückzukehren, suchen Sie sich Ihren Weg auf die Kärntner Straße. Wenn Sie während Ihres Wien-Besuchs Einkäufe geplant haben, ist dies die ideale Gelegenheit dazu. Die Kärntner Straße beherbergt die bekanntesten Marken sowie einige lokale österreichische Boutiquen. Die Straße führt Sie direkt bis zur berühmten Staatsoper.
Schritt 9
Am Ende der Kärntner Straße befindet sich eines der berühmtesten Konzerthäuser Österreichs – und der Welt: die Staatsoper. Dieses prachtvolle Gebäude macht Wien zu einem der wichtigsten Anziehungspunkte für Liebhaber klassischer Musik weltweit. Während das Bauwerk selbst schon ein Wunderwerk ist, ist eine abendliche Aufführung mit Sicherheit ein unvergessliches Erlebnis. Für gute Plätze muss man hier zwar tief in die Tasche greifen, doch es gibt auch günstige Stehplatzkarten, die man einige Stunden vor Vorstellungsbeginn erwerben kann.
Staatsoper
1, Opernring 1
Das Gebäude wurde in den Jahren 1863 bis 1869 nach den Plänen von August Sicard von Sicardsburg und Eduard van der Nüll als k. k. Hofoperntheater errichtet. Die Wiener Oper erwies sich immer wieder als Haus von Weltrang: In der Liste ihrer Direktoren sind Gustav Mahler (1897-1907), Richard Strauss (1919-1924), Clemens Krauss (1929-1934), Dr. Karl Böhm (1954-1956), Herbert von Karajan (1956-1964), Lorin Maazel (1982-1984) und Claudio Abbado (1986-1991) zu finden. Nach sehr schwerer Beschädigung kurz vor dem Ende des zweiten Weltkrieges 1945 wurde die Oper wiederaufgebaut und 1955 neuerlich eröffnet (Besichtigung möglich).
Opernball
Jeweils im Februar findet in der Staatsoper der Opernball statt: Bühne und Parkett werden für eine Nacht zu einem großen Tanzboden umgebaut, mehr als hundert Debutantenpaare in langem Abendkleid bzw. Frack eröffnen den Ball in Anwesenheit des Bundespräsidenten mit einem Linkswalzer, und die Logen sind blumengeschmückt. Für sämtliche Aufführungen in der Staatsoper und für den Opernball sind möglichst frühzeitige Kartenbestellungen anzuraten.
Schritt 10
Machen Sie einen Spaziergang um das Opernhaus, um all seine beeindruckenden Fassaden zu bewundern, und begeben Sie sich dann zum nahe gelegenen Museum Albertina. Sie sollten unbedingt prüfen, welche Ausstellungen derzeit in diesem beeindruckenden Museum, das einst ein Palais war, zu sehen sind. Es ist heute dafür bekannt, Werke der berühmtesten Künstler der Welt zu beherbergen, und es gibt immer etwas zu entdecken. Zudem finden Fans von Albrecht Dürer in der ständigen Sammlung der Albertina eine bedeutende Auswahl an Werken des Künstlers.
Schritt 11
Ok, now it’s time for another cultural immersion: a visit to the Viennese Würstelstand (sausage stand) just outside the Albertina. Considered by many locals as the sausage stand serving up the best sausages in the city, Bitzinger makes for a great pit-stop for some tasty Austrian sausage, and a street-side beer (it’s what the locals do). The typical Viennese sausage is the Käsekrainer (cheese filled pork sausage), however the Bitzinger stand prides itself on their version of the Bosna – a spicy sausage served with onion and sauce. You’ve done quite some walking and seen a great deal of Vienna’s city center highlights. But seeing as you’re close to the famous Ring boulevard, if you’ve got the energy for more, you should rent a bike, or jump on one of the trams to do a loop of the 1. District and discover more of the historical buildings that surround it. If the day is nice enough, you can also just have a bit of lazy time in the Burggarten, the pretty park behind the Albertina Museum.

INFO-BOX
Auch wenn Sie auf dieser selbstgeführten Tour viele Highlights der Altstadt entdecken werden, ist dies nur ein kleiner Vorgeschmack! Um die verborgenen Schätze zu finden und mehr über diesen faszinierenden Ort zu erfahren, kontaktieren Sie uns für die Buchung einer maßgeschneiderten Tour!


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