Man kann sich leicht in den Wundern Wiens verlieren. Um sicherzustellen, dass Sie die besten Sehenswürdigkeiten Wiens erleben, haben wir die ultimative Must-See-Liste für Sie zusammengestellt. Wir empfehlen Ihnen außerdem die besten Besuchszeiten, damit Sie diese in vollen Zügen genießen können.
Hofburg

Wo: Michaelerplatz, 1010
Der halbmondförmige Trakt der Hofburg zeugt von der Pracht der Zeit, in der er erbaut wurde. Diesen prächtigen Kaiserpalast bewundert man am besten vom Heldenplatz aus, von dem aus Sie sicher versuchen werden, das perfekte Foto dieses wunderschönen Bauwerks zu schießen. Während Sie davor stehen, stellen Sie sich vor, auf dem Balkon zu stehen, auf dem Größen der Geschichte wie die Habsburger oder auch ein Hitler standen und zu Menschenmengen sprachen, die genau dort versammelt waren, wo Sie gerade stehen. Von 1438 bis 1806 war die Hofburg die Residenz der habsburgischen Könige und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches und anschließend bis 1918 der Sitz der Kaiser von Österreich. Seitdem hat der Palast seine Rolle als Sitz des Staatsoberhauptes behalten und wird heute vom österreichischen Bundespräsidenten genutzt.
Beste Besuchszeit … am frühen Morgen können Sie dieses riesige Bauwerk, das an eine Hochzeitstorte erinnert, ohne die Touristenmassen bewundern. Ansonsten ist jede Tageszeit gut, um die Hofburg zu bestaunen. Denken Sie jedoch daran, dass der späte Nachmittag besser für Fotos ist, wenn die Sonne nicht hinter dem Palast hervorlugt und Ihr perfektes Foto beeinträchtigt.
Wiener Staatsoper

Wo: Opernring 2, 1010
Oper mag wie eine veraltete Form der Unterhaltung erscheinen, und das bestreiten wir nicht. Aber es lässt sich auch nicht leugnen, dass man eine Gänsehaut bekommt, wenn einer der scheinbar ständig leidenden Sänger auf der Bühne seine Stimme in echter Opernmanier erschallen lässt. Ein Besuch im Wiener Opernhaus ist wie eine Zeitreise. Ganz gleich, was Sie von der Oper halten, es ist ein unverzichtbares Erlebnis bei einem Wien-Besuch.
Beste Besuchszeit … Wenn es Ihnen nichts ausmacht, während der Vorstellung zu stehen, können Sie sich ein paar Stunden vor Beginn am Seiteneingang für die Stehplatzkarten anstellen, die nicht mehr als 5 € kosten. Ansonsten finden jeden Abend der Woche Aufführungen statt.
Ein kleiner Tipp … Auch wenn es wie eine Masche aussehen mag, Tickets bei den kostümierten Männern vor dem Gebäude zu kaufen, verkaufen sie diese tatsächlich zum gleichen Preis wie im Inneren. Buchen Sie bei beliebten klassischen Produktionen unbedingt im Voraus.
Stephansdom

Wo: Stephansplatz 3, 1010
Mitten im Herzen der Wiener Altstadt, mit Türmen, die bis in den Himmel ragen, bietet der Stephansdom einen beeindruckenden Anblick. Seine imposante Erscheinung ist schon von außen dramatisch, und wenn Sie hineingehen, werden Sie merken, wie besonders dieses gotische Architekturjuwel wirklich ist. Was Sie heute sehen, ist eine Kirche, die auf den Grundmauern anderer Kirchen errichtet wurde, die der Geschichte zum Opfer fielen. Wenn wir schon davon sprechen, worauf diese Kirche gebaut ist – unter der Kathedrale befindet sich eine Krypta, die besichtigt werden kann. Ein interessantes Erlebnis, wenn Sie gerne verstorbene Kaiser und Kaiserinnen besuchen oder sich ganz allgemein für Geschichte interessieren. Außen ist das bunt gedeckte Ziegeldach einer der bekanntesten Anblicke der Stadt, während im Inneren – wie es sich für eine gute gotische Kirche gehört – die dunkle, hallende Atmosphäre einen an den eigenen Platz als sterbliches Wesen auf Erden erinnert (schauen Sie mal, wie viele Skelette Sie dort entdecken können).
Beste Besuchszeit … am Abend, wenn weniger Touristen da sind und es schön ruhig ist – es sei denn, Sie haben das Glück, eine Chorprobe in der Kirche mitzuerleben.
Tipp … Besuchen Sie nach dem Stephansdom die nahegelegene Peterskirche. Sie ist im opulenten Barockstil erbaut und bietet einen tollen Kontrast zu den verschiedenen Architekturstilen in Wien.
Schloss Schönbrunn

Wo: Schönbrunner Schloßstraße 47, 1130
Dieses Schloss war früher der Sommer-Hotspot der Habsburger. Und was für ein prächtiger Palast das ist! Heute wimmelt es hier von morgens bis zum späten Nachmittag von Touristen. Da sich das Schloss und seine Gärten jedoch über ein riesiges Areal erstrecken, hat man nicht das Gefühl, Teil einer Herde zu sein. Die gepflegten Gartenanlagen (in denen sich auch ein echtes Labyrinth befindet) laden zu einem charmanten Spaziergang ein. Wir empfehlen Ihnen dringend, den Hügel zur prachtvollen Gloriette hinaufzuwandern (Sie können sie nicht übersehen – das ist das schicke Gebäude hinter dem Schloss), um einen der besten Ausblicke über die Stadt zu genießen.
Beste Besuchszeit … zur Mittagszeit, wenn sich die meisten Touristen zum Mittagessen zurückziehen, oder am späten Nachmittag/frühen Abend.
Tipp – Der Kauf eines Tickets für die Besichtigung der prunkvollen Säle des Schlosses lohnt sich, wenn Sie auf den Prunk und den Stuck vergangener Zeiten stehen. Aber auch wenn Sie dieses prächtige Schloss nur von außen besichtigen, werden Sie es keinesfalls bereuen.
Leopold Museum

Wo: Museumsplatz 1, 1070
Wenn wir eine Galerie empfehlen müssten, um die lokalen Größen der Kunst in Wien kennenzulernen, dann wäre es das Leopold Museum. Vor allem, wenn Sie die Werke der lokalen Superstars des Expressionismus – Egon Schiele, Gustav Klimt und Oskar Kokoschka – sehen möchten. Diese luftige und helle Galerie ist zudem eine der angenehmsten für einen Rundgang und lässt sich an einem entspannten Nachmittag in vollen Zügen genießen.
Beste Besuchszeit … am frühen Abend oder zur Mittagszeit (zwischen 12 und 14 Uhr)
Kunsthistorisches Museum

Wo: Maria-Theresien-Platz, 1010
Auch wenn Sie sich nicht besonders für Kunstgeschichte interessieren, ist das Kunsthistorische Museum in Wien ein unglaubliches Gebäude. Gekrönt von einer stolzen achteckigen Kuppel, steht es gegenüber einem fast identisch aussehenden Zwillingsbau an der wunderschönen Wiener Ringstraße. Sie werden hier die meiste Zeit mit offenem Mund verbringen – und das schon, bevor Sie die Kunst an den Wänden überhaupt gesehen haben. Es wurde 1891 von Kaiser Franz Joseph I. eröffnet, um die über Jahrhunderte gesammelten Kunstschätze der Habsburger zu präsentieren. Zur Sammlung gehören berühmte Stücke wie der „Sommer“ von Giuseppe Arcimboldo und einige der „Greatest Hits“ von Velázquez.
Beste Besuchszeit … am frühen Abend oder zur Mittagszeit (zwischen 12 und 14 Uhr)
Tipp … Bleiben Sie auf einen Kaffee im wunderschönen Café, das sich im Museum befindet.
Hundertwasserhaus

Wo: an der Ecke Kegelgasse und Löwengasse, 1030
Um zu verstehen, warum das Hundertwasserhaus ein Muss ist, muss man ein wenig über den Maler/Architekten/Allround-Kreativgenie Friedensreich Hundertwasser wissen. Hundertwasser (was übersetzt „Hundert Wasser“ bedeutet – ja, er hat seinen Namen tatsächlich so geändert) ist verantwortlich für Ideen wie das „Hochwiesenhaus“ und „Baummieter“, die dazu führten, dass einige Gebäude in Wien ihre Dächer bewaldeten. Wie Sie wahrscheinlich schon ahnen, war Hundertwasser ein Verfechter dafür, dass wir Menschen im Einklang mit der Natur bauen, anstatt sie für Gebäude zu zerstören. Hundertwasser nannte sich selbst den „Architekturdoktor“ und inspirierte die Menschen dazu, über die etablierten architektonischen Normen der Zeit hinauszudenken. Dieser naturliebende Fürsprecher und Künstler schuf Meisterwerke – auf Leinwand und in den Straßen Wiens – mit unbändigen Formen und leuchtenden Farben. Das beste Beispiel für seine Arbeit ist an der Ecke Kegelgasse und Löwengasse im Wiener Bezirk Landstraße zu sehen: das Hundertwasserhaus. Danach empfehlen wir Ihnen einen Spaziergang zum nahe gelegenen Kunsthaus Wien, einer mehrstöckigen Galerie, die ebenfalls von Hundertwasser entworfen wurde. Dort können Sie einen Blick auf einige seiner Gemälde werfen, und das Café der Galerie verkörpert alles Schöne, wofür Herr „Hundert Wasser“ stand.
Beste Besuchszeit … am frühen Morgen oder am späten Nachmittag
Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek

Wo: Josefsplatz 1, 1010
Der Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek ist einer der prachtvollsten Tempel zu Ehren des bescheidenen Buches, den wir je gesehen haben. Okay, es gibt dort ein Buch, das das angeblich älteste aufgezeichnete Rezept für Apfelstrudel enthält, aber abgesehen von solchen „Buch-Promis“ ist dieser historische und perfekt erhaltene Saal der Nationalbibliothek einfach unglaublich – ein eher unbekannter Geheimtipp für jede Wien-Reise. Die meiste Zeit werden Sie staunend verbringen und die Deckenfresken bewundern.
Beste Besuchszeit … versuchen Sie, direkt zur Öffnung um 10 Uhr die Ersten zu sein.
INFO-BOX
Um diese prächtigen Sehenswürdigkeiten Wiens noch umfassender und tiefergehend zu erleben, können unsere sachkundigen und unterhaltsamen Guides Sie auf eine maßgeschneiderte Tagestour mitnehmen, bei der Sie das Beste sehen, was Wien zu bieten hat. Fragen Sie uns hier nach unseren Touren.


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